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Willkommen in der ALPENEVENT - Newsbox!
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Was machen unsere Guides - Sebastian
03.11.2009
Heute war ich am Start des "ultraharten" 12 Stunden Rennens Rund um Sülzhayn im Harz. In 12 Stunden sollten bei den Einzelstartern, den 2er, 3er und 4er Teams die Sieger ausgefahren werden. Ich reihte mich als einer von über 50 Einzelfahrern in der Startaufstellung ein.
Vorher galt es jedoch die schwierigste Frage des ganzen Tages zu klären. Was zieht man an? Der Start sollte um 8Uhr erfolgen, kurz vorher mussten wir noch die Scheiben am Auto freikratzen und über dem Ort hingen dicke Nebel- und Hochnebelschwaden.
Ich entschiede mich für die kurze Hose in Verbindung mit Beinlingen und einer dicken Schicht Wärmegel, dem kurzen Trikot, Ärmlinge und der Windjacke darüber. Über die normalen Schuhe kamen erst dünne Überschuhe und dann noch die dicken Neoprenüberschuhe. Gegen kalte Hände mussten die Windstopperhandschuhe ran und gegen einen kalten Kopf half die Windstoppermütze unter dem Helm. So eingepackt ging es bei frischen 0°C Punkt 8Uhr auf die Strecke.
Bei den Einzelfahrern hatte ich Jens Scholze vom Team-Vogtland als potentiellen Schnellfahrer im Kopf. Mit ihm ging ich zusammen mit einigen 2er, 3er und 4er Teams an die Spitze des Feldes und wir gingen die ganze Sache recht zügig an. Bei diesem 12 Stunden Rennen gibt es zwei verschiedene Runden. Tagsüber wird auf einer 15km langen und mit 500hm gespickten Runde gefahren. Ab 16Uhr wird das Rennen auf eine 3km kurze und mit 100hm verfeinerte Runde geleitet. So hieß es erstmal gleichmäßig schnell Fahren. Nach nur 42 Minuten brachten wir die erste Runde hinter uns und hatten damit schon 4 Minuten Vorsprung auf die direkten Verfolger. Anfangs der zweiten Runde kannte ich dann die Strecke, konnte etwas entspannter fahren und musste nicht mehr mit ständigen Überraschungen rechnen. Ich war noch immer mit Jens zusammen unterwegs, wir wechselten uns gut in der Führungsarbeit ab und hielten den ein und anderen Plausch. Nach dem ersten langen Anstieg musste die Kontrollkarte gelocht werden, dann ging es etwas flacher weiter. Anfang der vierten Runde musste ich dem hohen Anfangstempo etwas Tribut sollen und ich nahm das Tempo etwas raus um einen gleichmäßigen Rhythmus zu finden den ich noch für die restlichen knapp 10 Stunden durchfahren konnte. Ich fand einen guten Tritt und fuhr meistens knapp unter 50min auf der 15km Runde. Anfangs der siebten Runde rechnete ich aus welche Zeiten ich bis 16Uhr fahren müsste um noch ein weiteres Mal auf die große Runde fahren zu dürfen, 52 Minuten - diese Zeit sollte ich im Mittel für die nächsten 4 Runden fahren. Just in dem Moment hörte ich ein lautes Zischen vom Hinterrad und Latexmilch spritzte umher. Durch den Schlamm der am Reifen haftete dichtete das relativ große Loch nicht sofort ab und so musste ich das Rad erst ausbauen und ein wenig schwenken bevor ich eine CO2-Kartusche in den Reifen schießen konnte. Ich verlor einige Minuten durch diese Panne, da mit dicken Handschuhen auch alles etwas schwerfälliger von Statten ging. Die Hochrechnung war somit hinfällig, doch ich setzte weiterhin alles daran noch vor 16Uhr am Rundendurchlauf zu sein. Auf meiner inzwischen 10. Runde war ich etwa 500m vor dem Start/Ziel Gelände und hörte das Runterzählen. Mit nur ein oder zwei Minuten Verspätung kam ich an und wurde auf die verkürzte Strecke geschickt. In den bis dahin 8 vergangenen Rennstunden hatte ich 10 große Runden absolviert was schonmal 150km und knapp 5000hm entspricht. Nun ging es also weiter auf der kleinen Schleife. Diese Runde erinnerte mehr an eine CrossCountry Strecke. Zunächst ging es steil bergauf um dann einen schön flüssig zu fahrenden schnellen Trail hinabfahren zu können. Dort konnte man den Schwung nutzen um anschließend voll in den Gegenhang zu stechen und man musste nur noch ca. 20hm auf dem kleinen Blatt um ein paar Haarnadelkurven nach oben kurbeln. Es folgte noch ein weiterer Singletrail und man war fast wieder am Rundendurchlauf. Nach einer Runde wechselte ich den Helm, so dass Isa auf meinen Helm schonmal die LED-Lampe montieren konnte. Kurz vor 17Uhr ging ich dann mit hellem Licht auf die Strecke - es wurde Nacht. Mit super Ausleuchtung konnte ich fast die gleiche Rundezeiten fahren wie ich dies noch kurz zuvor in der Dämmerung tun konnte und blieb meist knapp unter 10 Minuten für eine Runde. Der Schlamm der Strecke setzte dann so langsam dem Material zu. Die Kassette wollte nicht mehr alle Gänge freigeben und selbst das kleine Kettenblatt setzte sich soweit zu, dass es nur noch mit lautem knirschen funktionierte - aber es hielt alles bis zum Ende des Rennens. Nach 11 Stunden und 58 Minuten Wettkampfzeit fuhr ich nochmal durch den Rundendurchlauf und musste somit 2 Minuten vor Zielschluss nochmals auf eine Runde gehen. Nach etwas mehr als 12 Stunden fuhr ich ins Ziel und genoss die erste Pause seit 12 Stunden.
Am Ende reichten die gefahrenen 222km und fast 7000hm für den ersten Platz in der Altersklasse und den 2. Gesamtplatz hinter Jens Scholze der ganze 3km mehr absolviert hat.
Einen besonderen Dank möchte ich noch an Isa richten, sie hat mich die ganzen 12 Stunden über bestens betreut und immer mit dem versorgt was ich gerade haben wollte. Außerdem vielen Dank an Kristin, Danny und das ganze Team FAST für die tolle Unterstützung und den leckeren Kuchen. Vielen Dank auch an Maik, Rudi und Kirsten vom Team Biehler dass wir euer Zimmer und den Wasserkocher mit nutzen durften. Was hätte ich ohne euch und ohne warme Getränke gemacht? Und einen Dank an Steve Scheffel, den Windschattenspender bei der Aufholjagd nach dem Platten sowie Marco Scheffel für den Fotoservice.
Auf diesem Wege noch Gute Besserung an Kirsten, der leider einen schweren Sturz hatte.

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Wieder eine Spendenaktion - helft mit!
08.06.2009
Nach dem letztjährigen Erfolg der Transalptour um Andreas Willems, bei der wir Spenden für das St.Augustin - Heim gesammelt haben möchten wir nun erneut soziales Engagement unterstützen.
Simone fährt in diesem Jahr auf der Strecke Garmisch-Gardasee mit uns.
Sie hat sich zum Ziel gesetzt, für ein Kinder- und Jugendprojekt in Brasilien ( KulturWerkstatt für Kinder) möglichst viele Spenden zusammenzubekommen und nutzt so Ihre Tour als Plattform, Sponsoren zu finden.
  
Wir finden ein solch uneigennütziges Engagement richtig toll und bitten Euch deshalb, Euch zu beteiligen. Das Konzept ist einfach: Die volle Distanz, die Simone fahren wird, hat 410 Kilometer. Ihr könnt einen Betrag frei wählen, den Ihr pro Kilometer spenden möchtet und kommt so z.B. bei 10 Cent pro KM auf einen Gesamtbetrag von 41 €. Voraussetzung ist natürlich, dass Simone die Strecke komplett schafft.
Anbei noch einmal der offizielle Text zur Aktion. Einen Artikel zum Hilfsprojekt findet Ihr hier:
„Hallo Zusammen,
Für einen guten Zweck nehme ich gerne mal ein paar Anstrengungen auf mich!
Dieses Jahr möchte ich mit einer Mountainbiketour über die Alpen Spenden für den Förderverein „Kulturwerkstatt für Kinder“, der ein tolles Kinder- und Jugendprojekt in Brasilien unterstützt, sammeln. Hierfür fahre ich mit Alpenevent innerhalb von 6 Tagen zirka 410 km und überwinde dabei zirka 4.550 Höhenmeter.
Der Förderverein „Kulturwerkstatt für Kinder – Clave de Sol, Brasilien e.V.“ unterstützt ein besonderes Schul- und Betreuungs-Projekt sozial benachteiligter Kinder- und Jugendlicher im Großraum Sao Paulo (Brasilien), um diesen neue Chancen und Perspektiven zu geben. Weitere Informationen findet ihr unter www.kulturwerkstattfuerkinder.de oder sprecht mich auch gerne direkt an.
Ihr seid begeistert von dieser Idee und möchtet nun wissen, wie ihr mich und somit dieses Kinder- und Jugendprojekt unterstützen könnt?! Ganz einfach! Meldet euch als Sponsoren unter der Email info@kulturwerkstattfuerkinder.de an.
Es werden nur wenige Angaben benötigt, u.a.
• Vor- und Zuname
• Anschrift (für die Ausstellung einer Spendenquittung dringend notwendig)
• Euro-Betrag, den ihr pro gefahrenen Kilometer spenden möchten. (Werden zum Beispiel 0,10 Euro pro Kilometer gespendet und ich schaffe die komplette Strecke, würde die Spende 41,- Euro betragen.)
• Angabe, ob eine Spendenquittung benötigt wird oder nicht
Was passiert dann? Die Tour findet vom 18.7.-23.7.2009 statt. Einige Tage später werde ich euch mitteilen, ob ich die Tour erfolgreich abgeschlossen bzw. wie ich die Tour gemeistert habe und euer Beitrag kann auf das Konto des Fördervereins (Kto 9413014, BLZ 370 691 25, Raiffeisenbank Kürten-Odenthal e.G.) überwiesen werden.
Also, wenn ihr mich und den Förderverein unterstützen möchtet, jetzt einfach als Sponsor unter www.kulturwerkstattfuerkinder.de registrieren.
Über eine rege Teilnahme eurerseits würden sich die Kinder und Jugendlichen der „Kulturwerkstatt für Kinder - Clave de Sol“ in Brasilien sehr freuen.
Ich freue mich auf eure positive Rückmeldung. :-)
Herzliche Grüße
Simone Spiegel“
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Guidemeeting
05.05.2009
Wie jedes Jahr haben wir uns alle zusammen getroffen, um offene Fragen zu klären und unsere Mithelfer optimal auf die Saison vorzubereiten.
In einem gemütlichen Holzhaus mitten in den Bergen haben wir in drei Tagen neben einigen Schulungsinhalten und dem Klären vieler organisatorischer Fragen viel Spass zusammen gehabt.
Die Bikes wurden natürlich auch bewegt, auch wenn der Schnee noch weit ins Tal reicht.
Nach diesem Wochenende sind wir noch mehr überzeugt, dass Ihr Euch gemeinsam mit unserem tollen Team auf eine sehr schöne und erlebnisreiche Alpencross-Saison freuen könnt!

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Alpenevent und Peter Jentschura
29.04.2009
Sport alleine macht nicht fit und hält nicht gesund. Erst in Kombination mit der richtigen Ernährung profitiert unser Körper von der Bewegung. Mehr noch als bei untätigen Menschen bilden sich bei uns Sportlern Säuren im Körper. Diese gilt es in den Griff zu bekommen, denn ein zu saures Millieu ist schädlich im Körper und Ursache vieler Beschweden und auch Krankheiten.
Wir vertrauen immer auf die aufeinander abgestimmten Produkte von P.Jentschura wenn es um basische oder basenbildende Ernährung und Lebensweise geht. Sprecht uns an und probiert es aus, der Effekt ist schnell spürbar in Wohlbefinden, höherer Leistungsfähigkeit und kürzeren Regenerationszeiten!
Als besonderen Service bringen wir auf vielen unserer Touren ab sofort P.Jentschura-Produkte auf unsere Touren mit, wo Ihr Euch ganz umsonst von der Wirkung überzeugen könnt!
Auch viele Profiteams aus dem Bike-, Rennrad- und Triathlonbereich vertrauen mittlerweile auf P.Jentschura - nicht ohne Grund!

Auf unserem Guidetreffen hatten wir viel Spass mit den Produkten von P.Jentschura: :-)

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Neue Traumtour in Thailand
28.04.2009
Alpenevent sucht neue Gefilde auf und packt das Bike in Thailand aus.
Doch nicht irgendwie, sondern zusammen mit Frank, einem echten Experten in dieser Gegend. Über 20 Jahre verbrachte Frank in allen Ecken Thailands und hat nun die schönste Gegend nämlich die um Chiang Rai im Norden des Landes für Euch ausgesucht und eine tolle Tour geschaffen.
10 unvergessliche Tage mit feinen Biketouren, Elefantenreiten, Longboat-Fahren, Thai-Massage, landestypischer Küche uvm verzaubern alle Sinne. Ihr werdet das Land von seiner "echten" Seite kennenlernen, dafür sorgen zwei Führer: Frank und ein Thailändischer Local.
Alle Informationen könnt Ihr hier finden.

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Bionicon und Alpenevent
28.04.2009
Bionicon, der Bikehersteller vom Tegernsee ist bekannt für seine pfiffige Fahrwerksverstellung.
Wir sind so überzeugt von dem System, dass wir nun gemeinsame Sache machen und uns die Bikes selbst für unsere Alpencross-Touren besorgen.
Ausserdem könnt Ihr ab sofort bei uns die Bikes von Bionicon testen (auf Anfrage) und auch erwerben.
Als besonderen Willkommensbonus erhalten alle Kunden die mit uns auf Tour waren oder gehen 10% auf alle Modelle!
Testen könnt Ihr die Bikes z.B. auf unseren Fahrtechnikwochenenden am Tegernsee

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Unterstützung für die Kinder-Krebshilfe!
07.07.2008
die Alpencrosstour von Andreas Willems mit seinen Freunden im August/September soll sportliche Leistungen mit uneigennützigem sozialem Engagement verbinden.
Die Gruppe um Andreas möchte pro gefahrenem Höhenmeter einen Betrag von 25Cent an Spenden sammeln und diese Summe der Elterninitiative „krebskranker Kinder St. Augustin e.V.“ zur Verfügung stellen.
Wir finden, das muß unterstütz werden und bitten um Eure Mithilfe, dieses Ziel zu erreichen!
Alle Informationen könnt Ihr hier als *.PDF herunterladen und ausdrucken.
Helft mit!
Euer Andi
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Thomas und Nicole in Patagonien - Reisebericht Teil IV
13.02.2008
Feuerberge
Nach der langen Busfahrt besteigen wir in Esquel wieder die noch immer vollbepackten Raeder und queren ein Stueck suedlicher als im November ueber die Anden nach Chile, von Corcovado nach Palena. Ein Kaelteeinbruch hat die Berge bis in die Taeler weiss ueberzuckert, wir frieren wie am Anfang der Reise. Aber was wir noch nicht wissen, vor uns liegt eine schier unglaubliche Schoenwetterperiode in einem der feuchtesten Teile des Kontinents.
Palena ist einer dieser abgelegenen Grenzorte Chiles, beschaulich, laendlich, freundlich. Zurueck auf der Carretera Austral wenden wir uns diesmal nach Norden, erreichen durch ueppig wuchernden Regenwald Chaiten.
Und queren mit der nur zweimal pro Woche verkehrenden Faehre das ruppige Wasser des Golfo Corcovado nach Quellon auf der Insel Chiloe. Hinter uns praesentiert sich das chilenische Patagonien nochmal im besten Licht, perfekt ragen die Vulkane Michimahuida und Corcovado ueber dem Meer auf. Mit ein wenig Wehmut verlassen wir dieses Land der Pioniere.
Denn Chiloe ist fuer chilenische Verhaeltnisse altes Kulturland. Bis hierher reicht die geteerte Panamericana. Quellon ist eine betriebsame Hafenstadt, unzaehlige Fischerboote sind in der geschuetzten Bucht unterwegs. Wir haben Zeit, "kreuzen" deshalb etwas durch Chiloe, auf betriebsamen Teerstrassen und fuerchterlich steinigen und steilen Schotterpisten. Toll ist ein Strand auf der oestlich vorgelagerten Insel Lemuy, an dem Delfine direkt am Strand jagen. In dieser Inselwelt mit seinen geschuetzten Buchten gibt es zahllose Muschel- und Lachsfarmen. Ansonsten ist Chiloe beruehmt fuer die Holzkirchen, die Stelzenhaeuser und Curanto (eine Art Muscheleintopf).
Die wilde Pazifikkueste im Westen der Insel ist eine andere Welt, hier bricht sich die Duenung des gewaltigen Ozeans an den Felsen.
Auf der kurzen Faehrfahrt zum Festland begleiten uns Seeloewen, dann sind wir schnell in der Hafenstadt Puerto Montt, von wo Faehren und Kreuzfahrtschiffe in den chilenischen Sueden aufbrechen.
In der Seenregion nutzen wir das gute Wetter, um weitere Schleifen zu drehen. Zuerst zum Reloncavi-Fjord, erneut ueber schlechte Holperpisten, aber die Landschaft ist genial.
Danach sind wir am Lago Llanquihue, hinter dem einer der perfektesten Vulkane Chiles, der Osorno, in den Himmel ragt. Die Gegend wurde von deutschen Einwanderern gepraegt. In Puerto Octay, Frutillar und Puerto Varas stehen noch zahlreiche alte "deutsche" Haeuser, die leicht zu erkennen sind, da sie deutlich groesser sind als die ueblichen chilenischen Haeuschen. Bei der momentanen Hitzewelle ist es gut, stets in der Naehe von Seen zu sein. Wir radeln zum Lago Ranco, Lago Calafquen und Lago Villarica.
Waehrend uns im Januar die "tavenas" (grosse Pferdebremsen) terrorisieren, sind sie mit Beginn des Februars wie von Geisterhand verschwunden.
Wir naehern uns dem Vulkan Llaima, der seit Anfang Januar aktiv ist. Von Villarica aus hatten wir schon eine Eruptionswolke gesehen. Als wir naeherkommen, sehen wir schwarze Wolken aus dem Krater steigen. Aber am spektakulaersten ist der Blick auf den Vulkan in der Dunkelheit (vom Camping in Melipeuco aus). Jetzt erst sieht man die aus dem Krater hochschiessende Lava, die sich dann ueber die Suewestflanke ins Tal schiebt. Wir geniessen das Privileg, dieses Schauspiel direkt vom Zelt aus zu bewundern.
Dafuer muessen wir uns am naechsten Tag in der prallen Sonne einen langen Anstieg nach Icalma hochplagen. Oben erwartet uns jedoch eine bizarre Landschaft lichter Araukarienwaelder. Diese "Baum-Dinosaurier" breiten ihre mit riesigen Nadeln bewehrten Aeste ueber massive Staemme, die aussehen wie Elefantenfuesse. Das Geruettel ist am Paso Icalma (1300m) vorbei, uns erwartet eine perfekte Teerstrasse. Nach genau einem Monat sind wir am 11.Februar zurueck in Argentinien.
Und bereiten uns am herrlichen Lago Alumine auf die Weiterfahrt Richtung Norden vor.
Thomas und Nicole Goeppel
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Thomas und Nicole in Patagonien - Reisebericht Teil III
09.01.2008
Gletscher und Kondore
Coihaique (Chile) - Rio Gallegos (Argentinien). Vor uns liegen ueber 1200 Kilometer durch den Sueden Patagoniens, durch ein Land der Extreme. Gleich hinter dem mit ueppigem Regenwald ueberzogenen Inselgewirr am Pazifik ragen die gletscherbepanzerten Berge bis zu 4000 meter in den meist wolkenverhangenen Himmel. Zwischen dem 46. und 51. Breitengrad werden die Anden von den weltweit groessten Eismassen ausserhalb der polaren Zonen ueberzogen. Oestlich davon fegt ein eisiger Wind ueber die kargen Weiten der Pampa zur Atlantikkueste. Kaum zu glauben, dass es am Ostrand der Gletscher dank der Pionierarbeit des chilenischen Militaers eine selbst mit dem Rad meist gut befahrbare Strasse gibt. Allerdings endet 100 Kilometer suedlich von Coihaique der Teer auf der bis hierhin ausgebauten "Carretera Austral". Wie bereits weiter im Norden schlaengelt sich eine meist einspurige Piste durch Flusstaeler und Waelder, an Seen und Mooren entlang.
Immer oefter erhaschen wir Blicke auf Haengegletscher, die vom Noerdlichen Patagonischen Eisfeld herabfliessen. Am Lago General Carrera (dem zweitgroessten See Suedamerikas) ist das Klima milder und sonniger. Allerdings sind weite Teile der Waelder abgeholzt. Sieht so die Zukunft der Wildnis im Sueden Patagoniens aus? Chile plant gewaltige Staudaemme, um den Energiehunger der aufstrebenden Wirtschaft zu befriedeigen. Auch europaeische Firmen moechten davon profitieren, haben schon mal ganze Fluesse gekauft.
In dieser Gegend, die so duenn besiedelt ist und in der die Zahl der Reisenden noch ueberschaubar ist, treffen wir auf zahlreiche interessante Charaktere. Wie die "abuela" (Oma), in deren Haus in Puerto Murta wir uebernachten. Trotz ihrer 76 Jahre und ihres gebeugten Rueckens pflegt sie den besten Gemuesegarten des Ortes.
Wir wissen im Voraus genau, welche anderen Radfahrer unterwegs sind und treffen schliesslich fast alle. Wie Brian, einen 56-jaehrigen US-Amerikaner, der mit einem doppelten Satz Jeans und einem Rennrad mit relativ schmalen Reifen unterwegs ist.
Regen, Wind, lange Anstiege und steinige Passagen setzen allen zu. Aber was fuer eine Belohnung, wenn hinter jeder biegung der Strasse neue Berge und Gletscher auftauchen oder ein Kondor ueber uns schwebt.
Caleta Tortel, erst seit 4 Jahren ueber Land zu erreichen, ist einer der ungewoehnlichsten Orte Chiles. Es liegt an einem tiefeingeschnittenen Fjord nahe der Muendung des gewaltigen Rio Baker, zwischen den riesigen Eisflaechen im Norden und im Sueden. Die einfachen Haeuschen sind nur ueber hoelzerne Stege und vom Wasser zu erreichen.
Mit dem kleinen, selbstgebauten Holzboot des Besitzers unserer Pension tuckern wir gemuetlich durch die Fjorde. Mit an Bord zwei spanische Bergsteiger, die uns begeistert von ihrer gerade vollendeten 25-taegigen Expedition ueber das Noerdliche Eisfeld berichten. Mit vereinten Kraeften werden in Rio Bravo (Fortsetzung der Strasse) Gepaeck, Raeder und Skier entladen....
Die letzten 100 Kilometer bis zum Ende der Carretera Austral in Villa O´Higgins gehoeren zum Besten, was wir je geradelt sind. Fast schade, dass wir bereits am naechsten Tag das Schiff von "Hielo Sur" besteigen, das uns ueber das milchiggruene, vom Sturm aufgewuehlte Wasser des Lago O´Higgins vorbei an einigen Eisbergen zum chilenischen Grenzposten Candelaria Mansillo bringt. Gemuetlich geht es hier zu, denn nur Fussgaenger und Radfahrer, die ein wenig Muehe nicht scheuen, kommen hier vorbei. Die ersten 16 Kilometer auf einer Jeeppiste, meist bergauf, bis zur umstriitenen Grenzlinie, sind noch ganz gut machbar. Dann wirds wilder, 7 Kilometer echter "Singletrail" ,it spannenden Bachquerungen und Schlammpassagen folgen. Echtes Mountainbikefeeling eigentlich. Aber auf den Transport des Gepaecks auf Pferderuecken haben wir verzichtet. Also laden wir die schwersten Sachen in die Rucksaecke, bauen die Vordertaschen ab und wuchten so je 40-45 Kilogramm durch den Wald. Bergab ist sogar vieles fahrbar, die Gefahr eines Ueberschlags zu vernachlaessigen. Nach insgesamt 4 Stunden Schwerstarbeit sind wir am Ufer des Lago del Desierto am argentinischen Grenzposten. Ein wilder Ritt mit einer "nussschale" ueber den See und wir sind am Ende bzw am Anfang der Strasse in Argentinien. Mit Blick auf die von einer Sturmfahne geschmueckten mystischen Berggestalt des Fitz Roy.
Unser Weihnachstsgeschenk sind aussergewoehnlich schoene, fast windstille Tage in und um El Chalten mit unglaublichen Blicken auf dei mit Gletschern bepanzerten Granitzacken von Cerro Torre, Fitz Roy und co. Wir haben eines der wenigen Wetterfenster erwischt, auf das Bergsteiger oft wochenlang warten.
Am Lago Viedma erreichen wir bald Teer (nach 500 Km Schotter). Der Abstecher ins touristische El Calafate lohnt fuer den Ausflug zum Gletscher Perito Moreno allemal. Ueber den Lago Argentino schiebt sich der gewaltige Eisstrom auf die Halbinsel Magallanes, teilt den See in zwei Haelften.
Die verbleibenden 330 Kilometer von El Calafate nach Rio Gallegos sind nur in dieser Richtung gut machbar. Denn die Pampa ist hier ziemlich menschenfeindlich: eisiger, brutaler Wind aus Westen - eine alles versengende Sonne (dank Ozonlochs) - keinerlei Schutz vor den Elementen. Der letzte Tag des Jahres ist voller Eindruecke, das Jahr endet echt patagonisch fuer uns. In den letzten Auslaeufern der Anden kreisen zwei maechtige Kondore direkt ueber unseren Koepfen und direkt ueber einer Herde von Guanakos, die immer unruhiger werden. Doch nichts passiert. Die groessten Greifvoegel dieser Erde mit einer Fluegelspannweite bis zu drei Meter sind Aasfresser. Und ihre Bestaende haben sich seit meinem letzten Aufenthalt in Patagonien vor 11 Jahren dank gezielter Massnahmen deutlich erholt. Auch Guanakos und Nandus (Laufvoegel) gibt es wieder deutlich mehr in Patagoniens Pampa.
Die Sylvesternacht verbringen wir im Strassenposten El Cerrito, dem einzigen Gebaeude weit und breit. Mario, der hier ueber die Feiertage Stellung haelt, hat uns eingeladen ueber Nacht zu bleiben und bereitet fuer uns stilecht ein "cordero" (Lamm) ueber dem offenen Feuer.
In den beiden folgenden Tagen blasen uns seitliche Boeen fast vom Rad, meist treibt uns der Wind aber vor sich her. Wir sind heilfroh, am Nachmittag des 2. Januar die Industriestadt Rio Gallegos am Atlantik zu erreichen, das suedliche Ziel unserer Reise.
Mittlerweile sind wir wieder zurueck in Esquel, das fuer uns zum Dreh- und Angelpunkt der Reise geworden ist. Die fast 1500 Kilometer von Rio Gallegos haben wir uns bequem im Bus durch die Pampa chauffieren lassen und uns ueber den "Verrueckten" gewundert, der sich mit dem Rad durch diese Einoede kaempfte.
Wenn wir nicht schon auf einem herrlichen Fleckchen Erde wohnen wuerden, waere Esquel durchaus eine Verlockung. So nutzen wir die Andenstadt zum Auskurieren meiner Erkaeltung (Thomas), zum Faulenzen, Mate trinken und Plaene schmieden fuer die verbleibenden zwei Monate.
Thomas und Nicole
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Thomas und Nicole in Patagonien - Reisebericht Teil2
10.12.2007
PAMPA, WALE UND REGENWALD
Am Morgen des 14. November starten wir wieder aus Esquel, dieser angenehmen Stadt am Ostrand der Anden. Ziel ist die Peninsula Valdes an der Atlantikkueste. Dazwischen 700 Kilometer windverblasene Pampa. Trotz frischer 1Grad Celsius am Morgen erwischen wir einen genialen Start. Der Wind schiebt uns durch die Voranden nach Osten. In den Salzseen tummeln sich rosa Flamingos, am Himmel kreist ein maechtiger Kondor. > Im Regenschatten der Anden werden die Baeume weniger, bald wachsen nur noch niedrige, dornige Buesche. Menschen verirren sich wenige in diese Einoede. Nur vereinzelt tauchen Estanzias am Horizont auf, die viel Platz fuer ihre Schafe, Pferde und Kuehe haben. Aber ab und zu sehen wir Guanakos, Nandus und Guerteltiere in der Weite der Steppe. Eines der ungewoehnlichsten Tiere hier ist der Mara, der patagonische Hase. Er sieht aus wie eine Mischung aus verschiedenen Tieren, also ein patagonischer Wolpertinger. Die wenigen kleinen Orte, die ueberwiegend von Mapuche-Indianern bewohnt sind, liegen weit auseinander, meist ueber 100 kilometer. Wegen des immerwaehrenden Windes, zum Glueck aus Westen (also von hinten), suchen wir dort, wenn moeglich, einen geschuetzten Platz fuers Zelt.
Dann wird das tal des Rio Chubut, dem wir seit 2 Tagen folgen, ploetzlich gruener. Wir haben das Gebiet erreicht, das unter grossen Muehen von walisischen Einwanderern besiedelt und kultiviert wurde. Gaiman ist die traditionellste Siedlung im Tal, ein beschaulicher Ort mit ueppigen Rosengaerten, klassischen Teehaeusern und Ziegelbauten. Zwei Tage spaeter sind wir am Atlantik, in Puerto Madryn. Hier treffen sich jedes Fruehjahr hunderte von Walen (ballena franca) in den geschuetzten Gewaessern des Golfo Nuevo. Was fuer ein Erlebnis, als wir vom vollgestopften Boot aus einen 14 Meter langen Wal sehen, der ruhig unter uns durchtaucht. Die Kueste der Peninsula Valdes ist ein Tierparadies. Hier gibt es die einzige Festlandskolonie der einige Tonnen schweren See-Elefanten, Magellan-Pinguine, Seeloewen, Delfine und Orcas.
In einem komfortablen Bus fahren wir in 10 Stunden zurueck nach Esquel, zurueck zu den Bergen und Waeldern. Wieder auf dem Rad sind wir einen Tag spaeter bereits an der chilenischen Grenze bei Futaleufu. Nach den trockeneren Buchenwaeldern auf der argentinischen Andenseite tauchen wir langsam ein in den ueppiggruenen Regenwald des chilenischen Patagonien. Im kleinen Nest Villa Santa Lucia erreichen wir die Carretera Austral, die Pionierstrasse ins suedlich Chile. Auf einer einspurigen aber gut befahrbaren Schotterpiste fahren wir oft direkt durch den Wald, neben der Strasse wuchern Fuchsienbaeume und Pangue mit riesrigen Blaettern (wie ueberdimensionale Rhabarber). Und ueberall Wasser: maechtige Fluesse, Baeche, Seen, dann Pazifikwasser am Fjord von Puyuhuapi. Wenn die schweren Regenwolken mal kurz lichten, sehen wir mit Waechten und Gletschern gepanzerte Gipfel. Denn natuerlich, es regnet im Regenwald. Zum Glueck meist leicht. Aber nach ein, zwei Naechten im Zelt tut es gut, ein Zimmer in einer einfachen Unterkunft in einem der kleinen Orte zu finden. Im von sudetendeutschen Einwanderen in den 30-er Jahren gegruendeten Puyuhuapi warten wir einen Tag mit heftigerem -regen ab, ganz komfortabel am warmen Ofen.
Ab dem Rio Cisnes ist das Band der Carretera Austral bereits breiter, bald darauf sogar geteert. Chile hat grosse Plaene im Sueden....
Ueber Manihuales und Puerto Aysen kommen wir nach Coyhaique, der einzigen groesseren Stadt an der Strasse. Ein bisschen Pause tun gut, die Raeder werden mal wieder durchgecheckt (bei Nicole ist ein Mantel gerissen....). Denn vor uns liegt viel Wildnis, der suedlich Teil der Carretera Austral, fast 600 Kilometer bis Villa O`Higgins, bald wieder auf schmaler Piste...
Aber das ist eine andere Geschichte.
Wir wuenschen schon mal frohe Weihnachten!!
Thomas und Nicole
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