Nicht ganz zu Staub

13.09.2007

Ein Gedicht von mir wird in einem Buch gedruckt. Ich dachte schon gar nicht mehr dran - vor neun Monaten hatte ich es eingereicht und heute, als ich den Briefkasten eigentlich nicht anrühren wollte, war diese Nachricht drin. Ich muss nichts dafür bezahlen (hatte schon einmal recherchiert und bei einigen Verlagen ist es so, dass sie viel Geld möchten, damit sie etwas verlegen).

Dieses Buch erscheint zur Adventszeit und ist ein Werk zur Dokumentation deutscher Dichtung. Es wird von der Österreichischen Nationalbibliothek Wien angekauft und auch in der Deutschen Bibliothek, den Staatsbibliotheken zu Berlin, Hamburg und München, in der Schweizerischen Landesbibliothek, in der Französischen Nationalbibliothek und in der weltgrößten Bibliothek, der Library of Congress in Washington wird es eingestellt.

So steht denn das Buch wahrscheinlich noch lange dort, auch wenn ich selber nicht mehr da bin. Ein Stück Unsterblichkeit.

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Kluge Männer

20.06.2007

Gott, gib mir Geduld - undzwar sofort..

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Grenzenlose Grenzenlosigkeit

11.05.2007

Kann es das geben?

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Aprilsommer

29.04.2007

Moos und Zweige in den Haaren.
Die Nächte sind so warm.
Ich traf ein traurige schöne Frau.
Mit wunderschönen Brüsten.
Braune Augen, die keinen Horizont kennen,
blicken jenseits des Jetzt.
Es passiert so selten,
dass man die Schönheit erlebt.
Man ist sich sehr nah,
geht danach auseinander.

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Sonntag

15.04.2007

Verkatert wache ich auf. Viel zu früh. Durch geschwollene Augenlider versuche ich meine Umgebung wahr zunehmen - die Sonne strahlt unerbittlich durch die 3 Fenster und nur an einem ist eine Jalousie angebracht.

Ich krame nach einer von den Klamotten, die über das Bett verteilt, lege sie mir aufs Gesicht und versuche weiter zu schlafen. Gedankenfetzen geistern durch das träge Hirn. Ich versuche mich an den Abend zu erinnern. Bruchstücke, die mich nicht froher machen. Glaube, bin auf der falschen Bühne gelandet; hätte doch lieber Studio 4 wählen müssen, dort läuft wahrscheinlich gerade der richtige Film. Der Film, indem manches besser läuft. Der hier ist ein schlechter mit einer miserablen Heldin, die voller Überzeugung, dass ihre Entscheidungen die richtigen sind, eine Scheiße nach der anderen baut, es sich dauernd anders überlegt, was nun wirklich das Richtige ist, frei nach dem Motto: Einen Schritt vor und zwei wieder zurück. Verbrannte Erde, auf der dann später mühsam kleine Keime sprießen, die dann doch wieder zertrampelt werden. Bar jeder Vernunft.

Mache die Balkontür auf, um das Hündchen in den Garten zu lassen und lege mich wieder hin. Der Mann vom Nachbargrundstück, der oft auf dem Balkon steht und telefoniert, nervt auch heute wieder. Der muss selber schwerhörig sein, wenn er so laut redet, denke ich. Kiri bellt ihn an, es schallt über drei Höfe. Es scheint dem Mann zu gefallen - aufgekratzt schreit er förmlich den Telefonhörer an. Wütend stehe ich auf, nehme den Hund wieder mit rein - so ein Theater zum Sonntag, von wegen Ruhetag.

Es hat keinen Sinn, zu versuchen, weiter zu schlafen. Ich gehe ins Bad, sehe mein verheultes Gesicht im Spiegel und beschließe, das Haus heute nicht zu verlassen. Ich könnte zwar eine Sonnebrille aufsetzen, aber ich bin zu faul, sie zu suchen.
Melancholisch räume ich auf und mache ein wenig sauber. Um 3 höre ich den Krimi auf Deutschlandfunk. Er ist nicht besonders, ich frage mich warum, sonst sind sie doch immer Klasse. Am Ende sagt der Moderator: "Sie hörten soeben den und den Krimi von soundso, aus dem türkischen übersetzt von..." Ja, alles klar.

Beim Staubsaugen überkommt mich der Drang zum Schreiben und ich setze mich an den Rechner. Zwischendurch hole ich mir eine Zigarette und einen Kaffee, wo ich an der Kommode vorbeikomme, auf der das Buch "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" liegt. Im Vorbeigehen lese ich ein Wort, Moment mal, es ist das Wort "Liebesunfähigkeit". Ich lese weiter:

"...Er schaute über den Hof auf die schmutzigen Mauern und begriff, dass er nicht wusste, ob es Hysterie war oder Liebe. ... Er haderte mit sich, bis er sich schließlich sagte, es sei eigentlich ganz normal, dass er nicht wisse, was er wolle.
Man kann nie wissen, was man wollen soll, weil man nur ein Leben hat, das man weder mit früheren Leben vergleichen noch in späteren korrigieren kann.
Ist es besser mit Teresa zu leben oder allein zu bleiben?
Es ist unmöglich, zu überprüfen, welche Entscheidung die richtige ist, weil es keine Vergleiche gibt. Man erlebt alles unmittelbar, zum ersten Mal und ohne Vorbereitung. Wie ein Schauspieler, der auf die Bühne kommt, ohne Vorbereitung. Was aber kann das Leben wert sein, wenn die erste probe für das Leben schon das Leben selber ist? Aus diesem Grunde gleicht das Leben immer einer Skizze. Auch >Skizze< ist nicht das richtige Wort, weil Skizze immer ein Entwurf zu etwas ist, die Vorbereitung eines Bildes, während die Skizze unseres Lebens eine Skizze von nichts ist, ein Entwurf ohne Bild.
Einmal ist keinmal, sagt sich Tomas. Wenn man ohnehin nur einmal leben darf, so ist es, als lebe man überhaupt nicht. ..." >Milan Kundera<

Ist es Zufall, dass er die Worte "Schauspieler" und "Bühne" benutzt, die ich auch gerade im ähnlichen Zusammenhang aufgeschrieben hatte? Hhm, vielleicht ein Seelenverwandter.

Die Sonne scheint, der Himmel ist strahlend. Auf Radio Blau läuft heitere Reggaemusik, aber irgendwie mit Trompeten. Beim Hören stellt man sich eine spaßige Kapelle vor, die durch die Straßen zieht, gefolgt von tanzenden Menschen. Vor ein paar Tagen fand ich einen großen Spiegel von einem LKW auf der Straße. Zerstört, durch und durch mit Rissen übersäht, fand ich ihn schön und nahm ihn mit.

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Echt

05.04.2007

Du Trägst Keine Liebe In Dir
Artist or band: Echt
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Du ziehst nervös an deiner Zigarette
Du hast das Rauchen wieder angefang'n
Du fragst mich, nach meinem Befinden
Wie du siehst ist es mir gut ergang'n
Du schweigst und schlägst die Augen nieder
Mit deinem neuen Freund ist es schon vorbei
Es scheint das passiert dir immer wieder
Kannst nie lange bei jemandem sein

Du bist immer noch verdammt hübsch anzuschau'n
Doch ich würde nicht allzu lange darauf bau'n

Denn du trägst keine Liebe in dir
Nicht für mich und für irgendwen
Denn du trägst keine Liebe in dir
Dir nachzutrauern macht keinen Sinn mehr
Denn du trägst keine Liebe in dir
Dich zu vergessen war nicht sehr schwer
Denn du trägst keine Liebe in dir

Deine Augen sehen verzweifelt
Dein Lachen klingt so aufgesetzt
Bild ich's mir ein, oder hab' ich dich etwa nach so langer Zeit verletzt?
Ich habe dich noch nie so geseh'n
Du fragst mich, ob wir uns wieder seh'n
Doch es gibt kein Zurück mehr
Du brauchst mich nicht mehr

Du bist immer noch verdammt hübsch anzuschau'n
Doch ich würde nicht allzu lange darauf bau'n

Denn du trägst keine Liebe in dir
Nicht für mich und für irgendwen
Denn du trägst keine Liebe in dir
Dir nachzutrauern macht keinen Sinn mehr
Denn du trägst keine Liebe in dir
Dich zu vergessen war nicht sehr schwer
Denn du trägst keine Liebe in dir

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Spielen macht agressiv

06.02.2007

Wer war die Sau, die mir gestern die 10 000 Euro vermasselt hat?

Seit einer Woche spiele ich nun beim Radio PSR Spiel "5 für 1 Mio." mit und werde zunehmend frustrierter.

1.Tag: Ich beschließe, mich dem Spielfieber anzuschließen, mit zwei 5 Euro-Scheinen. Schalte das Radio zur vollen Stunde ein. Es meldet sich prompt einer aus dem Kuh-Nest Schmölln und behauptet, er hätte den Schein; die Nummer würde auf einem Zettel stehen, auf dem auch noch weitere 87 Zahlen stehen, von den Scheinen, die er bis jetzt gesammelt hat.

Er hätte diese aber unterschiedlichen Stellen deponiert und müsse ihn erst suchen. Ich denke mir: "Was für ein Schwachmat ist das denn?"

Der Reporter fährt zu ihm hin, das Spiel ist in dieser Zeit unterbrochen. Dann suchen sie zu dritt den Schein- selbst im Katzenklo - was für ein Blödsinn. Das geht so vier Stunden lang. In dieser Zeit höre ich diesen nervigen Sender, der dauernd Werbung bringt und es zu seiner Aufgabe gemacht hat, die lautesten Songs von der GEMA zu kaufen, die es gibt. Und fast ganz Sachsen hat jetzt Wut auf den Trottel, der der Schein hat und ihn nicht findet.

Dann lese ich in den Teilnahmebedingungen, dass der Gewinner 24 Stunden Zeit hat, um den Schein vorzulegen. Na prima.

Ich rufe bei dem Sender an und frage, ist das Spiel denn nun für die ganze Zeit unterbrochen?
Sie sagen, nein, es geht in der nächsten Stunde weiter. Wahrscheinlich hatten sie schon viele Anrufer, die sich dazu wütend ausließen.

OK. Das Spiel geht weiter. Jede Stunde mache ich das Radio an und vergleiche die Zahlen. Einmal habe ich die letzte richtig, das würde 100 Euro geben. Ich lasse es aber, dort anzurufen, damit die Leute eine Chance haben, die 2 oder 3 Zahlen richtig haben. Die bekommen nämlich dann 1 000 oder sogar 10 000 Eus.

Zum Glück ist 18 Uhr dann Schluss.

2.Tag: Es ist ganz schön stressig: Zu jeder Stunde das Gleiche - Radio an, Zahlen vergleichen. Manchmal suche ich mir die Zahlen auch auf der ihrer Webseite. Die kommen aber nicht immer dazu , es pünktlich zu aktualisieren und nur wer in der ersten Viertelstunde mit dem richtigen Schein anruft, bekommt die Million. Einmal hatte ich es verpasst, das Radio pünktlich anzumachen und erst 40 Minuten später erschien die Nummer im Internet.

3.Tag: Ich gehe nicht immer mit meinem Hund runter, wenn es sein müsste, damit ich nichts verpasse.

4.Tag: Ich erfahre, man kann auch die Bild-Zeitung kaufen, da stehen die Nummern für den ganzen Tag drin. Natürlich kaufe ich mir das Wurschtblatt, um mir die stündliche Nerverei zu ersparen. Danke, liebe Marketing-Abteilung! Bild scheint wohl einer der Sponsoren zu sein.

5.Tag: Endlich Wochenende! Spielpause, uff.

5.Tag, abends: Im Konsum geben sie mir 40 Euro in 5 Euro-Scheinen raus. Ich sage: "Oh, NEEIIN, bitte nicht, irgendwie bisschen Geld brauche ich doch noch zum Leben!" Aber es hilft nichts, diese Idioten, die sonst immer angeblich kein Wechselgeld haben, geben mir die vierzig so. Wir beschließen, diese nicht in unsere Sammlung zu tun. Mein Sohn sagt, und was, wenn der Millionen-Schein dabei war? Danke, Konsum, zum hunderttausendsten Mal!

6.Tag: Mittlerweile haben wir 12 Scheine gesammelt. Zwei Zahlen richtig! Ich versuche eine halbe Stunde lang mittels Wahlwiederholung in die Warteschlange zu kommen - umsonst: Es kommt ein Blödi durch - toll- 100 Euro gewonnen! Ca. 30 Mal angerufen, für nur 50 Cent pro Anruf. Ich könnte den Heini erwürgen!

7.Tag: 3 Zahlen richtig - 10 000 Euro! Ich engagiere meinen Sohn und meinen Freund, damit sie mit anrufen und trinke keinen Kaffee mehr. Wir versuchen es 30 Minuten lang - vergebens. Eine Oma hatte Glück und gewinnt 100 Euro!

ALLE RENTNER ERSCHIIIIEßEN!

So, und jetzt soll nochmal einer behaupten, Spielen mache nicht aggressiv, der kriegt gleich eine auf die Fresse!

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Kneipen-Rabauke

05.02.2007



...leider kein Bild da.
Seitdem mein Server wegen "Instabilitäten" neu installiert wurde, gibts nur Probleme: erst war ein Unterpostfach mitsamt allen mails weg und war nicht zu retten - es is einfach weg.
Dann kam ich nicht mehr auf meine Domäne.
Jetzt komme ich darauf, kann aber keine Bilder rüberladen. Er transferiert - es kommt aber nur der Dateiname an - mit 0 Kb.

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An alle Dauer-Breiten

30.01.2007

Heute ist ein guter Tag, um damit aufzuhören und anzufangen zu leben.

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Zufall oder Schicksel 1

26.01.2007

Kein Schreibfehler - Schicksal stammt von dem Wort "geschickt" ab und früher wurde das Substantiv so geschrieben.

Da sinniere ich nun den ganzen Tag schon über der Idee, die ich zum Patent anmelden möchte. Die Idee hatte ich schon Monate früher, aber heute war der Wille, den ich zum Umsetzen benötige, besonders stark.

Und dann ziehe so eine komische Tarotkarte. "As der Münzen" bedeutet: "materieller Erfolg" - eine zeit des wohlstands bricht jetzt an. materieller erfolg ist nun in greifbare nähe gerückt. wenn sie sich ein bisschen anstrengen, könnte diese zeit der beginn einer einträglichen karriere sein."

Dann noch eine: "6 der stäbe" - "erfolg nach harter arbeit": nach harter arbeit winkt ihnen der erfolg. eine gute nachricht heitert sie auf. es könnte sein, dass sie in ihrem beruf aufsteigen. hilfreiche freunde ermutigen sie, ihren träumen zu folgen.

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